Das Projekt

Das Werkzeug bauen, das wir selbst gebraucht hätten.

Retr'aide ist aus einer einfachen Beobachtung entstanden: In der Westschweiz begleiten über 350'000 Menschen täglich einen Angehörigen, der an Autonomie verliert. Und sie tun das fast immer ohne ein dafür gemachtes Werkzeug.

Die Beobachtung

Wenn ein Angehöriger Hilfe im Alltag braucht — Einkäufe, Arzttermine, Mahlzeiten, administrative Belange — wird die Koordination fast immer von einer einzigen Person getragen, die die Familie stillschweigend dazu bestimmt hat. Diese Person wird zum „Nervenzentrum": sie macht die Termine, verteilt die Aufgaben, hakt nach, verwaltet den Kalender — alles über WhatsApp, Klebezettel und Anrufe.

Das ist erschöpfend. Und es schafft einen einzelnen Schwachpunkt: Wird die Koordinatorin krank, geht in die Ferien oder brennt aus, bricht das ganze System zusammen.

Unsere Antwort

Wir bauen ein Werkzeug, das einfach, in den Grundlagen kostenlos und auf die Schweizer Realität ausgerichtet ist:

  • Ein Pflegekreis, der zwischen Familie, Nachbarschaft und Fachpersonen geteilt wird.
  • Klare Aufgaben, zuweisbar oder offen für Freiwillige.
  • Eine Kreis-Nachrichtenfunktion, damit keine Information verloren geht.
  • Eine Bibliothek mit Artikeln, die von Schweizer Pflegefachpersonen, Jurist:innen und Psycholog:innen geprüft sind, zu Themen wie AHV, Spitex, Patientenverfügung.
  • Konformität mit dem revidierten Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG) und der DSGVO, europäisches Hosting, keine Werbung.

Wo wir stehen

Der Dienst ist in der kostenlosen Beta in der ganzen Westschweiz offen. Wir arbeiten mit Verbänden für pflegende Angehörige und Spitex-Strukturen zusammen, um die App an die Realität vor Ort anzupassen. Der Code ist teilweise Open Source, die Infrastruktur läuft auf einem einzigen Server in Deutschland.

Und danach?

Kurzfristig: Spitex-Integration finalisieren, mehrsprachige Unterstützung konsolidieren (DE/IT/EN sind bereits da) und ein tragfähiges Geschäftsmodell etablieren, das auf optionalen erweiterten Funktionen basiert — ohne je die kostenlosen Grundfunktionen zu kompromittieren.

Längerfristig: das Werkzeug in der ganzen Schweiz verfügbar machen, und dann sehen, ob der Ansatz auch darüber hinaus nützlich sein kann.

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